Neumarkt Dresden

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Galeriestraße 30 , Dresden

Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses

Auftraggeber

KIB Projekt GmbH

Größe

GF 5.011 m²

Fertigstellung

2017

Leistungen

Grundlagenermittlung

Vorentwurfsplanung

Entwurfsplanung

Genehmigungsplanung

 

 

In Dresden liegt zwischen Alt- und Neumarkt das Quartier V/I, das im Zuge der Stadtreparatur wieder bebaut werden soll. Der Entwurf für das Gebäude zwischen dem Kulturpalast und dem Gebäude an der Wilsdorferstraße ist in drei Teile gegliedert: dem Kopfbau an der Galeriestraße, und der Nordfassade mit einem schmalen, verbindenden Mittelbau. Der Kopfbau zeichnet sich durch eine reine, ornamentlose Lochfassade aus. Sämtliche Fensterformate sind einheitlich raumhoch proportioniert. Der Entwurf überträgt die Grundzüge der historischen Gestaltungsformate und Ordnungen in eine reduzierte, zeitgemäße Formensprache und reagiert so auf den Denkmalschutz. Denkmalgerecht leben auch die ursprünglichen Proportionen der kleinteiligen Parzellen im neuen Fassadenbild wieder auf. Alle drei Fassaden des Kopfbaus sind gleich und markieren selbstbewusst den Eintritt in das neue Quartier. Die Nordfassade grenzt sich mit ihrem betont kubischen Baukörper im Westen mit einer reinen Lochfassade deutlich vom historisierenden Nachbarn, dem Heinricht-Schütz- Gebäude, ab. Ein schmaler Baukörper in der Mitte verbindet den modernen Kubus mit dem Kopfbau. Diese scharnierartige Funktion zeigt sich vor allem in den aufeinanderfolgend abgestimmten Dachgeschossen, die sich als zweifach gestuftes Mansardendach beim Kopfbau über ein Steil-Satteldach am Mittelbau hin zu einem Staffelgeschossbau im Westen entwickeln. Diese prägnante Dachform bietet den Wohnungen im 2. Dachgeschoss hochwertige Terrassen mit Blick auf die Frauenkirche. Die Farben der reinen Putzfassaden orientieren sich am Leitfaden des Gestaltungsleitfadens „Neumarkt“. Am Kopfbau sind zur Betonung der symmetrischen Mittelzone Natursteinapplikationen aus dunkelgrünem Zöblitzer Serpentin in den seitlichen Leibungen eingefügt. Diese finden sich auch in den Eingängen des Erdgeschosses wieder. Im westlichen Gebäude soll im Erdgeschoss Grauwacke, in der Mittelzone gestockter Serpentin, und im restlichen EG der bräunliche Rackwitzer Sandstein verlegt werden. Subtil ergänzen die Leibungen der Lochfassaden aus weißem Rackwitz-Sandstein den betont ruhigen Westbau.